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Lütjenburger Schützen-Totengilde von 1719

Vogelschiessen 2011

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Totengilde von 1719 hat eine neue Majestät:
Annegret und Dirk Timmermann
 
werden als Majestätenpaar die Lütjenburger Gilde im Jahre 2011/2012 repräsentieren. Mit dem 983 Schuss holte Gildebruder und II.Majestät Hartmut Rau den Rest vom Vogel herunter und wurde damit der Königsschütze des diesjährigen Bürgervogelschießens in Lütjenburg. 



 
(KD) Damit ging nach einem langen Tag das Bürgervogelschießen zu Ende, welches aus alter Tradition seit über 292 Jahren in Lütjenburg gefeiert wird. 
Ein Tag , der dank Petrus Hilfe einen guten Verlauf hatte, kam doch die Sonne im laufe des Tages immer wieder durch die Wolken hervor. Lütjenburgs Bürger und Gildemitglieder erlebten in der Tannenschlucht ein Bürgervogelschießen, welches die Tradition auch in Zukunft weiter leben lässt. 
Vogel und Ehrenpforte aufgestellt
Bereits am Pfingstmontag nahmen viele Gildebrüder am Gottesdienst teil, bevor es am Nachmittag hieß, antreten zum Abmarsch in die Tannenschlucht. Hier wurde auf dem Vogelberg der Vogel in seinem Kasten gerichtet und anschließend die vom 4. Quartier erstellte Ehrenpforte bei der 1. Majestät aufgestellt. Nun stand dem Bürgervogelschießen nichts mehr im Wege. 



Antreten auf dem Marktplatz
Schon am frühen Morgen begleiteten viele Bürger auf dem Lütjenburger Marktplatz das Antreten der Gildebrüder. Bereits um 6.00 Uhr hatten drei Böller von den Höhen des Bismarckturms die Gildebrüder geweckt und allen Bürgern verkündet, in Lütjenburg ist Bürgervogelschießen. Unter den Klängen der Kapelle nahm Oberst Hans – Ulrich Strehlow zusammen mit dem Adju Dirk Timmermann die Front der angetretenen 132 Gildebrüder und Gastgilden ab. 

Ummarsch durch die Stadt
Nach dem Abholen des Bürgermeisters im Rathaus ging der Umzug durch die Stadt um die I.+II. Majestät in Darry abzuholen. Am Vogelberg standen dafür zwei Busse von Gildebruder Alexander Kühl zur Verfügung, mit denen es auch wieder zurück ging. Nach Kranzniederlegung am Ehrenmal ging es zum Vitanas Senioren Centrum am Nil um den Bewohnern ein Ständchen zu bringen. Diese erfreuten sich besonders an den flotten Melodien der Gildekapelle und zur Feier des Tages gab es einen „Lütjenburger Korn“. Nun wurde es aber Zeit, den auch die Kinder des Kindergartens und der Grundschule standen schon voller Erwartung auf dem Gildenplatz. Seit einigen Jahren tut hier die Gilde etwas für ihren Nachwuchs. Über 270 Kinder erwarteten die Gildebrüder und gingen mit ihnen durch die Stadt. Auf dem Marktplatz wurden sie dann von den Gildebrüdern verabschiedet. Bei so einer großen Teilnahme der Kinder, sollte man doch einmal wieder über ein Kindervogelschießen nachdenken, meinten viele der Gildebrüder. 


Festkommers im Soldatenheim
Einer der ersten Höhepunkte beim Bürgervogelschießen ist immer der Festkommers im Lütjenburger Soldatenheim. Gildeoberst Hans-Ulrich Strehlow begrüßte mit launigen Worten die 1. Majestät „ kaum proklamiert, schon wieder abserviert“ den stellvertretenden Landrat des Kreises Plön, Heiner Övermöhle und alle anderen Gäste. 
In seiner Laudatio auf die amtierende Majestät „Hartmut, de Gill-Handwarker“ ließ Gilderedner Hans Piper noch einmal das Gildejahr Revue passieren. 
Otto – Maack – Gedächtnis – Pokal 
Höchste Lütjenburger Gildeehrung erhielt in diesem Jahr Gildebruder Otto Schütt der bereits vorher für 60. jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde, eine Ehrung die keiner bisher bekam.
Dass die Gilde lebt, das zeigt auch die Vereidigung der neuen und einjährigen Rekruten. So finden auch immer mehr junge Bürger zu uns, so Strehlow und werden Mitglied in unser Gilde. Neu aufgenommen wurden: Christoph Bruhn, Stefan Leyk, Reiner Moll, Stefan Unfug und Peter Spille aus Vechta. 
Nach einjähriger Zugehörigkeit wurden vor der Gildelade verpflichtet: Joachim Albert, Ulrich Grabert, Ernst Kwiatkowsky, Steffen Lohse, Thomas Lütt und Klaus Schnack. 
Außerdem wurden geehrt: für 25jährige Mitgliedschaft Erich Leß, Karl-Heinz Ebbinghaus, Jochen Sauvant und Erhard Zielke, für 40jährige Mitgliedschaft Hans Piper und Egon Rüting. 
Auf zum Vogelberg 
Nach ausgiebiger Stärkung ging es unter den Klängen der Gildekapelle zum Vogelberg, wo es den ganzen Nachmittag bis in die Abendstunden hieß „Feuer frei“, um auch in diesem Jahr wieder eine neue Majestät zu krönen. So herrschte den ganzen Nachmittag ein reges Treiben auf dem Festplatz und im Festzelt. Bei Kaffe und Kuchen warteten alle auf den Königsschuss des Bürgervogelschießens. 



Endlich, um 19.00 Uhr war es dann soweit, mit dem 983 Schuss gab Hartmut Rau den Königsschuss ab, und erlöste die Gildebrüder vom langen Warten. 
Der neue König ist gefunden

Als danach dann die Böller von den Höhen des Bismarckturms ertönten war jedem in der Stadt klar, Lütjenburg hat eine neue Majestät. So fanden sich einige hundert Bürger auf dem Festplatz ein, um mit dabei zu sein, wenn Oberst Hans – Ulrich Strehlow der Gilde und den Bürgern die neue Majestät präsentierte. So schritt er die aufgereihten Quartiere ab, um an Hand der Schießliste die neue Majestät heraus zu finden. Als etliche Gildebrüder die Hand hoben, meinten die Zuschauer das einer von ihnen die Majestät werden wollte. Doch wie jedes Jahr, ging alles nach der Schießliste. Endlich hatte Oberst Strehlow dann die neue Majestät gefunden. Die neue Majestät der Lütjenburger Schützen – Totengilde von 1719 ist der Adju Dirk Timmermann und kommt aus dem 2. Quartier der zusammen mit seiner Annegret aus der Hand von Britta und Hartmut Rau die Insignien in Empfang nahm, dessen 13 Monate langes Gildejahr damit zu Ende ging. 
Ausklang bis Mitternacht 
Beim Einmarsch ins Festzelt konnte das Majestätenpaar dann am „Majestätentisch“ Platz nehmen. Unter den Klängen der Tanzkapelle wurde beim anschließenden gemütlichen Beisammensein noch ordentlich das Tanzbein geschwungen um den Temperaturen entgegen zu wirken. Mit dem traditionellen Katerfrühstück im Restaurant Bismarckturm ging das Bürgervogelschiessen 2011 am Mittwoch zu Ende.